Herzlich Willkommen im Lektorat, Katharina Hierling!


Seit Kurzem gibt es ein neues Gesicht in unserem Lektorat: Katharina Hierling betreut ab sofort die Titel aus dem Atlantik Verlag! Zuvor hat sie ein Volontariat im mareverlag absolviert und war als freie Lektorin tätig.

Herzlich Willkommen, liebe Katharina! Wir haben fünf Fragen an dich ...


Wie bist du Lektorin geworden?

Ich habe in Köln Germanistik studiert und da war das Verlagswesen so naheliegend. Also habe ich mein erstes Lektoratspraktikum gemacht und war mir sofort sicher, dass ich genau das machen möchte. So fing das an. Dann habe ich in Berlin meinen Master in Angewandte Literaturwissenschaft gemacht und nebenher im Buchhandel gearbeitet. Das ist bei der Arbeit im Lektorat ziemlich hilfreich, weil man viele Vergleichstitel vor Augen hat. Außerdem habe ich viel frei für Verlage gearbeitet. Das fing damit an, dass ich Titel geprüft habe und irgendwann habe ich dann freie Lektorate gemacht. Nach dem Masterabschluss kam dann das Volontariat bei mare und jetzt sitze ich hier an der Alster.


Wer ist deine liebste Romanfigur?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Vielleicht Madeleine aus „Die Liebeshandlung“ von Jeffrey Eugenides (auch ein heißer Kandidat für die nächste Frage). Und dann ist da noch die klitzekleine Randfigur Fogelweide aus Walter Moers‘ „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“.


Welches Buch hättest du selbst gerne entdeckt?

Deutsch: Das ist leicht: Robert Seethaler. Da gibt es nicht das eine Buch, alle sind hinreißend. International: „Die Unperfekten“ von Tom Rachman. Ein wirklich perfektes Buch. Hier ist meine Lieblingsfigur übrigens ganz klar die Zeitungsleserin.


Was magst du besonders gerne und was gar nicht an deinem Beruf?

Das Schönste an diesem Beruf ist auch gleichzeitig das Schwierigste: Das viele, viele Lesen. Man kriegt tolle Texte auf den Tisch und es macht wahnsinnig viel Spaß, ganz eng mit den Autoren und Übersetzern zusammenzuarbeiten und sich am Ende gemeinsam über das fertige Buch zu freuen. Aber abends möchte ich dann manchmal einfach nur fernsehen. Oder die Wand anstarren. Jedenfalls nichts mehr lesen. Im Urlaub versuche ich das dann aufzuholen, aber das private Lesen bleibt schon sehr auf der Strecke. Meh! Dafür lernt man sehr viel, weil man sich ziemlich intensiv in die Themen reinfuchsen muss.


Was würdest du machen, wenn du keine Lektorin wärst?

Vielleicht wäre ich mutig und würde meinen eigenen Buchladen aufmachen. Das fehlt mir nämlich wirklich. Oder ich würde Imkern. Das ist meine kleine romantische Fantasie. Mir wurde aber auch schon gesagt, ich sollte bei einem Teleshopping-Sender arbeiten. Warum nicht?