Verfilmung des Romans "Arnes Nachlass" von Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, Autor von 'Arnes Nachlass', einem Roman, dessen Verfilmung 2013 in der ARD Premiere hat.
© Ingrid von Kruse

1999 erschien der Roman Arnes Nachlass von Siegfried Lenz. Nun ist das Buch als TV-Spielfilm von Regisseur Thorsten Schmidt in Szene gesetzt worden. Am 13. November 2013 zeigte die ARD die Verfilmung des Romans Arnes Nachlass (NDR/ARD Degeto) von Siegfried Lenz.

Siegfried Lenz‘ Roman und der Film von Lothar Kurzawa (Drehbuch) und Thorsten Schmidt (Regie) zeichnen das dichte Psychogramm eines schwer traumatisierten Jugendlichen. Arnes hoch verschuldeter Vater ist freiwillig in den Tod gegangen und wollte seine Familie mitnehmen. Nur der 16-jährige Arne hat den Mordversuch überlebt, seine Mutter und seine Schwestern konnten nicht wiederbelebt werden. Harald, ein alter Freund seines Vaters, dessen Frau Elsa sowie ihre Kinder Hans, Wiebke und Lars nehmen Arne als Pflegekind in die Familie auf. Arne hofft, dort Nähe und Geborgenheit zu finden. Aber es fällt ihm schwer, sich zu integrieren - sein Vertrauen in die Gemeinschaft ist schwer erschüttert. Zu Wiebke allerdings fühlt er sich hingezogen, obwohl sie sich immer wieder von ihm distanziert. Nachdem Arne durch eine Ungeschicktheit das Boot, das die Jugendlichen zusammen restauriert hatten, beim Stapellauf zerschellen lässt und er nach einem gemeinsamen Diebeszug vermeintlich zum Verräter wird, kommt es zum Bruch mit Wiebke und ihren Brüdern. Auch Harald ist tief enttäuscht von seinem Pflegesohn. Für Arne eine ausweglose Situation ...

Im Interview mit dem NDR sprach Regisseur Thorsten Schmidt über die literarische Vorlage und über die Produktion:
http://www.ndr.de/kultur/kino_und_film/arnesnachlass125.html

Siegfried Lenz
Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, zählt zu den bedeutenden und meistgelesenen Schriftstellern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Für seine Bücher wurde er mit vielen wichtigen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009. Seit 1951 veröffentlicht er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im HOFFMANN UND CAMPE VERLAG. Zuletzt erschienen Schweigeminute (2008), Landesbühne (2009) und Die Maske (2011).

Weitere Infos zu Siegfried Lenz >

Siegfried Lenz
Arnes Nachlaß