Julius-Campe-Preis für Felicitas von Lovenberg


Am 10.Oktober erhielt
Felicitas von Lovenberg, die Literaturchefin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Rahmen der Frankfurter Buchmesse den Julius-Campe-Preis 2013.

Julius-Campe-Preis 2013: Verleger Daniel Kampa und Preisträgerin Felicitas von Lovenberg.
Verleger Daniel Kampa und Preisträgerin Felicitas von Lovenberg. © Jeanette Petri

Felicitas von Lovenberg steht damit in einer Reihe mit hochrangigen Vertretern der deutschen Literaturlandschaft wie Martin Walser oder Elke Heidenreich. Für diese Ehre bedankte sie sich mit einer äußerst vergnüglichen Rede. Daniel Kampa, Verleger des HOFFMANN UND CAMPE Verlags, übergab den Preis und hielt die Laudatio.

In ihrer Rede beschrieb Felicitas von Lovenberg die produktive Verbindung und „dionysische Wechselwirkung“ zwischen Wein und Literatur und unterstrich damit auf sehr charmante Weise die Berechtigung, einen Literaturpreis wie den Julius-Campe-Preis unter anderem mit 99 Flaschen edlem Wein zu dotieren: „Ein gutes Buch hebt den Wein und umgekehrt. Eine Kultur, die nur das eine fördert – das Lesen oder das Trinken – wird über kurz oder lang austrocknen oder ersaufen.“ Damit stellte sie vergnüglich unter Beweis, was ihr zuvor Daniel Kampa als Laudator attestiert hatte: nämlich eine Kritikerin zu sein, die ihre Aufgabe in der Hinführung des Lesers zu guten Büchern sehe, anstatt durch Herabsetzung und Zerstörung das Kritiker-Klischee des Scharfrichters zu bedienen.

„Statt den Zeigefinger zu erheben, reicht sie dem Leser die Hand und geleitet ihn zum Buch“, stellte Laudator Kampa fest. Und: „Die größere Kunst ist, intelligent zu loben.“ – und diese beherrsche sie auf besonders meinungsfrohe und sehr ausdrucksstarke Weise. Felicitas von Lovenberg sei „im besten Sinne des Wortes eine Vor-Leserin“, da sich im Vordergrund ihrer Arbeit stets der Wunsch abzeichne, zum Lesen zu (ver-)führen. Allem voran, so lobte Daniel Kampa, sei Felicitas von Lovenberg aber eines: ein „Glücksfall für das literarische Leben.“

Die Preisverleihung fand im Frankfurter Haus des Buches statt.

Verleger Thomas Ganske und die Preisträgerin Felicitas von Lovenberg während der Laudatio von Daniel Kampa.
Verleger Thomas Ganske und Preisträgerin Felicitas von Lovenberg. © Jeanette Petri
Tina und Wolfgang Niedecken während der Verleihung des Julius-Campe-Preises an Felicitas von Lovenberg.
Zu den Gästen zählten auch Tina und Wolfgang Niedecken. © Jeanette Petri
Konrad O. Bernheimer während der Verleihung des Julius-Campe-Preises an die Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg.
Konrad O. Bernheimer, Autor von "Narwahlzahn und alte Meister", mit seiner Frau. © Jeanette Petri