Lore Maria Peschel-Gutzeit

Lore Maria Peschel-Gutzeit wurde 1932 in Hamburg geboren. Als eine von vier Frauen in ihrem Semester studierte sie Jura und absolvierte mit 22 Jahren ihr Erstes Staatsexamen. Ab 1960 war sie Richterin in Hamburg. 1968 trat die von ihr initiierte Lex Peschel in Kraft, ein Gesetz, das Beamtinnen ermöglichte, aus familiären Gründen Teilzeit zu arbeiten oder Familienurlaub zu nehmen. 1978 wurde sie Familien richterin und 1984 erste Senatspräsidentin am Hanseatischen Oberlandesgericht. 1977 bis 1981 war sie außerdem Erste Vorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes. Als Mitglied der Verfassungskommission wirkte sie an dem seit 1994 gültigen Gesetzeszusatz mit, der die staatliche Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern festschrieb. 1991 bis 2001 war sie Justizsenatorin in Hamburg, Berlin und zuletzt wieder in Hamburg. 2004 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und wurde Stadtälteste von Berlin. Heute arbeitet sie als Anwältin in Berlin.
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