Jutta Ditfurth

Der Baron, die Juden und die Nazis

Adliger Antisemitismus

Autor:
Jutta Ditfurth
Titel:
Der Baron, die Juden und die Nazis
ISBN:
978-3-455-50394-4
Verlagsbereich:
HoCa - Sachbuch
Einband:
Klappenbroschur
Produktart:
Buch
Seiten:
400
Erscheinungsdatum:
14.09.2015
Verfügbarkeit:
lieferbar
17,99 (D)
18,50 (A)
24,50 (CH)
»Wann und warum hat sich der Adel dem antisemitischen Lager angeschlossen?« Nach dem Mauerfall reist Jutta Ditfurth nach Ostdeutschland und sieht sich mit den Widersprüchen ihrer Herkunft konfrontiert. Sie folgt den Spuren ihres schillernden Urgroßonkels Börries Freiherr von Münchhausen, einem Balladendichter, der ein Freund der Juden zu sein schien - doch dann findet sie einen Brief ... Hinter dem Mythos des 20. Juli 1944 verbirgt sich der besondere Antisemitismus des deutschen Adels im 19. und 20. Jahrhundert. Juden galten in adligen Kreisen oft als »Fremdrassige«, die die adlige »Blutreinheit« bedrohten. Auf den Schlössern und Rittergütern hatten Juden bis 1945 nichts verloren. Sie trugen vermeintlich Schuld an Revolutionen, an Kriegsniederlagen, am Sturz der Monarchie und an der Errichtung der Weimarer Republik. Der Hass auf die Juden wurde schließlich »von allen moralischen Skrupeln befreit«. Jutta Ditfurth erzählt die bewegte Geschichte von Börries Freiherr von Münchhausen. Sein engster Freund war um 1900 der Künstler Ephraim Moses Lilien - bis Münchhausen zum glühenden Antisemiten wurde.
  • »Dieses Buch ist hochaktuell. «
    Anja Röhl, neues deutschland, 19.10.2013
  • »Ditfurths Buch ist über den exemplarisch geschilderten Fall ihrer Familie hinaus wertvoll, weil es klarmacht, wie faschistisch die Gesinnung eines großen Teils des Adels war.«
    Michael Mäde, Junge Welt, 20.10.2013
  • »All zu selten ist unter dem Wust an jährlichen Neuerscheinungen ein Buch, über das zu sagen wäre: Das hat gefehlt! Jetzt ist es da.«
    der Freitag, 09.12.2013
  • »Adlige als massenhafte Mittäter? Ein größerer Tabubruch ist in dem Milieu kaum möglich.«
    Benjamin von Brackel, der Freitag, 26.12.2013
  • »Jutta Ditfurth schreibt über ihre komplizierte Familiengeschichte.«
    Hannes Schwenger, Der Tagesspiegel, 22.01.2014
  • »Ditfurth räumt […] mit [der] Lebenslüge der Republik auf.«
    Stefan Gleser, Saarkurier, 21.01.2014
  • »Ditfurth geht es keineswegs um eine Abrechnung mit der eigenen Familie […]. Nein, sie erzählt von der Tradition des Antisemitismus im Adel überhaupt.«
    Claus-Jürgen Göpfert, Frankfurter Rundschau, 15.01.2014
  • »Jutta Ditfurth rechnet in einem Buch mit ihren Vorfahren ab.«
    Hans Riebsamen, FAZ, 15.01.2014
  • »Durchaus lesenswert.«
    Rudolf Walter, Falter, 15.01.2014
  • »Der Titel macht neugierig auf ihre Familiengeschichte. Die Zusammenhänge von Adel, ihrer eigenen Familie und Rassenhass: Mutig und schonungslos hat sie das aufgedeckt.«
    NDR Bücherjournal, 26.02.2014
  • »Auf 316 Seiten rechnet sie ab mit dem Adel und seiner Rolle im Nationalsozialismus.«
    Benjamin von Brackel, Sz, 28.02.2014
  • »Herausgekommen ist eine 400-seitige, schonungslose Abrechnung mit dem Adel.«
    Gerhard Sauer, Saarbrücker Zeitung, 29.08.2014