Kuno Kruse

Der Mann, der sein Gedächtnis verlor

Autor:
Kuno Kruse
Titel:
Der Mann, der sein Gedächtnis verlor
ISBN:
978-3-455-30707-8
Verlagsbereich:
HoCa - Sachbuch
Einband:
ePub
Produktart:
ebook
Erscheinungsdatum:
16.07.2010
Verfügbarkeit:
lieferbar
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8,99 (A)
11,00 (CH)
Er saß eines Tages auf einer Bank in Hamburg und wusste nicht, wo er war. Und auch nicht, wer er war. Jonathan Overfeld ist sein Leben entfallen wie anderen eine Telefonnummer. Fugue, so nennen Psychiater diese durch Furcht ausgelöste Form der Amnesie. Gemeinsam mit dem Journalisten Kuno Kruse begibt er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und findet eine von Schlägen und Vergewaltigung geprägte Kindheit in katholischen Heimen. Jonathan Overfeld kann rechnen, schreiben, liest die Wirtschaftsseiten der Zeitung. Am Klavier spielt er Mahlers 3. Sinfonie aus dem Kopf. Aber er betritt seine eigene Wohnung wie die eines Fremden und sagt: So kann man doch nicht leben. Er ist allein, weil er kein Gesicht mehr erkennt, nicht einmal das seiner Freundin. Menschen mit Fugue reisen wie Schlafwandler von einer Stadt in die andere und wissen nicht, warum, woher sie kommen und wohin sie wollen. Um so einer Wirklichkeit zu entfliehen, die zur Bedrohung wurde. Die Spur der Angst führt Jonathan Overfeld und Kuno Kruse über Zockerbuden des Berliner Rotlichts zurück zu einer geschändeten Jugend in christlicher Obhut.
  • »Meisterhaft schildert Kuno Kruse die inneren Abgründe eines Mannes, den die traumatisierenden Misshandlungen durch Priester und Nonnen dazu gebracht haben, sich selbst zu verlieren.«
    Kim Kindermann, Deutschlandradio Kultur, 21.09.2010
  • »Kuno Kruse ist ein Meister seines Fachs, er schreibt klug und mitreißend.«
    Kim Kindermann, Deutschlandradio Kultur, 21.09.2010
  • »erschütternd«
    DIE ZEIT Literaturbeilage, 30.09.2010
  • »Harte Lektüre, aber auch besonders eindrücklich.«
    Frankfurter Neue Presse, 29.10.2010
  • »ein wirklich bemerkenswertes Buch«
    Julia Westlake, NDR Kulturjournal, 12.10.2010
  • »Das Buch beschreibt einfühlsam das Fremdsein in sich selbst und die schmerzvolle Reise in eine schreckliche Kindheit.«
    NDR Kulturjournal online, 11.10.2010
  • »Ein Mix aus Psychothriller und wahrem Albtraum.«
    stern, 07.10.2010