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Hoffmann und Campe veröffentlicht im Oktober 2006 die Biographie des ehemaligen Bundeskanzlers


Der HOFFMANN UND CAMPE Verlag hat nach längeren Verhandlungen die Rechte an der politischen Autobiographie des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder erworben. Der Verlag wird das umfangreiche Werk im Oktober 2006 herausbringen. Gerhard Schröder ist einer der wesentlichen politischen Köpfe der Nachkriegszeit. Er gehört neben Konrad Adenauer, Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl zu den großen deutschen Kanzlern. Sein Buch wird den Historikern wertvolle Hinweise auf sieben entscheidende Jahre der Berliner Republik geben. Schröder kann als lebendes Beispiel für Chancengleichheit gesehen werden: aus bescheidenen Verhältnissen diente er sich über Lehre und zweiten Bildungsweg bis ins höchste deutsche Regierungsamt. Als Kanzler riskierte er die Vertrauensfrage, um deutsche Soldaten zu einer Friedensmission ins Ausland zu schicken - und erntete damit höchste Anerkennung für Deutschland! Überzeugt trotzte er später dem amerikanischen Präsidenten in der Irak-Frage und verweigerte kategorisch, deutsche Soldaten in den Krieg zu schicken: Gerhard Schröders Memoiren werden davon berichten, warum die Deutschen aus eigenem Recht und eigener Kraft handeln können.

In seinem Buch erzählt Gerhard Schröder von ungezählten Auslandsreisen zur Eroberung der Zukunftsmärkte für sein Land, und er begründet, warum es für ihn als Kanzler keine Alternative zur „Agenda 2010“ geben konnte. Er schildert, warum er sich dafür auch vor Konflikten mit den Genossen seiner eigenen Partei nicht scheute. Schröder wollte sein Land fit machen für die globalisierte Welt. Dafür vollzog er die Abkehr von der überkommenen Ideologie, der Staat sei für alles und jeden verantwortlich und fügte als ersten Schritt der staatlichen Rentenversorgung eine private Säule hinzu. Keiner seiner Amtsvorgänger hatte diese Kühnheit besessen.

Als Kanzler errang Gerhard Schröder international höchstes Renommee. Für sein Land hat er wesentliches geleistet. Er wird es in seinem Buch an klaren Worten nicht fehlen lassen.




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