Der Hoffmann und Campe Verlag vergibt „Preis der Kritik“ 2004 an Joachim Kaiser
Der „Preis der Kritik“, den der Hamburger Hoffmann und Campe Verlag zum dritten Mal verleiht, geht in diesem Jahr an Joachim Kaiser.
Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen Wein und der bei Hoffmann und Campe erschienenen Düsseldorfer Werkausgabe Heinrich Heines dotiert. Die Verleihung des Preises erfolgt am Freitag, 8. Oktober 2004, anlässlich des Buchmessenempfangs des Verlages im Frankfurter Main Tower.
Joachim Kaiser, geboren 1928 in Milken/Ostpreußen, studierte Musikwissenschaften, Germanistik, Philosophie und Soziologie. Der Universalgelehrte der deutschen Kulturlandschaft, seit 1959 Kulturkritiker bei der Süddeutschen Zeitung und von 1977 bis 1996 Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Künste in Stuttgart, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter seiner Zunft. Er ist ein Anwalt des „Klassischen“, der Tradition, unerschrockener Verteidiger eines „Kanons“ von Meisterwerken der Literatur und der Musik. Zahllose Bücher und Vorträge verleihen ihm den Rang eines im eigenen Land hoch geschätzten Propheten, der »die Tradition und das Moderne, Gelehrsamkeit und Leichtigkeit, Leidenschaft und Spiel, Vernunft und Humor vereinen kann« (Marcel Reich-Ranicki).
Günter Berg/Julia Giordano Hoffmann und Campe Verlag Hamburg, 27. September 2004
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