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Die Namen der Nummern
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Die Namen der Nummern

Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren

von Hans-Joachim Lang (Autor)
 
ISBN: 978-3-455-09464-0
Seiten: 304

19,90 EUR (D)
20,50 EUR (A)
34,90 SFR (CH)

Erschienen am: 11. August 2004
Dieser Titel ist lieferbar

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„Wir wollen diesen Menschen ihre Identität zurückgeben“, sagte ein Organisator der Konferenz „Der Schrecken der Nazimedizin“ 2003 in Straßburg. Dann las Hans-Joachim Lang die Namen der 86 von ihm identifizierten Ermordeten vor. Stehend würdigten die Teilnehmer
in später Verneigung die Toten.

1943 wurden im Auftrag der SS-Wissenschaftsorganisation „Ahnenerbe“ 86 ausgewählte jüdische Frauen und Männer im KZ Natzweiler (Elsass) mit Gas getötet. Der Zweck der Exekution: Die Skelette der Opfer sollten im Anatomischen Institut der „Reichsuniversität Straßburg“ ausgestellt werden und in künftigen „judenfreien“ Zeiten Forschungszwecken dienen. Allerdings konnten die Verantwortlichen, der Anatomie- Professor August Hirt und beteiligte Kollegen, ihr Unternehmen nicht zu Ende führen. Die sterblichen Überreste der Ermordeten wurden nach dem Krieg in einem Massengrab beigesetzt – anonym, es existierten von ihnen nur Nummern.
„Mir war der Gedanke unerträglich, dass die Opfer dieser Tat – mit einer Ausnahme – namenlos geblieben waren“, schreibt der Journalist und Historiker Hans-Joachim Lang. Nach fünf Jahren Recherche, die ihn in zahlreiche Archive und acht europäische Länder führte, hatte er den Ablauf des Verbrechens rekonstruiert, alle 86 Ermordeten identifiziert und ihre Herkunft ergründet. Davon erzählt das Buch, das auch reichlich dokumentarisches Material enthält. Ein in seiner ganzen Sachlichkeit erschütternder Bericht, der die Unmenschlichkeit des NS-Terrors aus nächster Nähe beleuchtet.
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