Zu Ehren Jürgen Leinemanns traten 15 seiner Gefährten und Freunde am 8. November auf die Bühne der Hamburger Kammerspiele, um unter dem Titel „Erlesenes – eine Matinée für Jürgen Leinemann“ aus dessen Werk zu lesen.
Mathias Müller von Blumencron, Der Spiegel, und Günter Berg, HOFFMANN UND CAMPE, stellten die prominente Riege dem Publikum vor, bevor die eigentliche Lesung begann. Die Passagen, die jeder Einzelne aus Leinemanns zahlreichen Büchern und Pressetexten ausgewählt hatte, spiegelten nicht nur die Qualität, sondern auch die Bandbreite wieder, die Jürgen Leinemanns Texte umfassen: Während Zeit-Herausgeber Michael Naumann aus einem Artikel über den 40jährigen Guido Westerwelle las und Spiegel-Korrespondent Erich Follath einige Zeilen über den Lothar Matthäus der frühen 90er Jahre vortrug, rezitierten HOFFMANN UND CAMPE-Autor Hellmuth Karasek, der langjährige Spiegel-Reporter Matthias Matussek und Manfred Bissinger, Geschäftsführer von HOFFMANN UND CAMPE, aus Leinemanns jüngstem Buch „Das Leben ist der Ernstfall“, in dem sich Leinemann ausgesprochen offen und beeindruckend ehrlich mit seiner Krebserkrankung auseinander setzt. Neben den bereits Genannten lasen außerdem Birgit Lahann, langjährige Stern-Reporterin, Stefan Aust, HOFFMANN UND CAMPE-Autor und ehemaliger Spiegel-Chefredakteur, Cordt Schnibben, Ressortleiter Gesellschaft beim Spiegel, Jakob Augstein, Freitag-Redakteur, Stephan Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegels, Hermann Schreiber und Michael Jürgs, beide Journalisten und Bestsellerautoren, Hans Werner Kilz, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, der ehemalige Spiegel-Autor Hans Leyendecker und die preisgekrönte Journalistin Wibke Bruhns. Als sich Jürgen Leinemann zum Abschluss der Matinée bei den Vortragenden und dem Publikum bedankte, war nicht nur ihm selbst die Rührung anzumerken. Ergriffen erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen, um anhaltend zu applaudieren. Mit dem Beifall schwang höchste Bewunderung für Jürgen Leinmann, aber angesichts seiner schweren Krebserkrankung auch ein deutlich melancholischer Unterton mit. |