„Ein bewegendes Zeugnis von einem Leben zwischen zwei Welten: Fatma ist acht Jahre alt, als ihre Eltern beschließen, nach Deutschland zu gehen. Die Leute im Dorf erzählen, dort würde das Gold nur so auf der Straße liegen. Doch statt des erhofften Paradieses erwartet sie eine graue, fremde Welt. »Nur für fünf Jahre«, sagen die Eltern – und daraus wird ein ganzes Leben.“
Gut besucht war die Veranstaltung am Montagabend, den 10.11., in der Aula des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung – eine Veranstaltung in Kooperation zwischen HOFFMANN UND CAMPE, umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung.
Betül Licht, die Autorin des Buches, las vor rund 90 Besuchern aus „In meiner Not rief ich die Eule – eine junge Türkin in Deutschland“. Dieses Buch gibt nicht nur Einblick in ein Stück Migrationsgeschichte Deutschlands aus der Perspektive eines Einwandererkindes, sondern thematisiert Herausforderungen wie Heimweh, Heimatlosigkeit, (matriachale) Gewalt in der Familie, aber auch Beispiele gelungenen interkulturellen Dialogs durch wichtige Schlüsselpersonen wie etwa Lehrer/innen, Nachbarn und Klassenkameraden.
Friederike Wirtz von umdenken - Heinrich Böll Stiftung Hamburg e.V. leitete durch den Abend und die Diskussion mit dem Publikum und den geladenen ExpertInnen, die diese Themen vertieften:
Dr. Andreas Hieronymus vom Institut für Migrations- und Rassismusforschung e.V. (www.imir.de),
Ursula Meier-Kolcu, Psychologische Psychotherapeutin und
Ayten Teke, Lehrerin an im deutsch-türkischen Zweig der Heinrich-Wolgast-Schule und Lehrerfortbildnerin am LI Hamburg.
Für Schulen interessant bleibt das Angebot der Autorin, in Schulklassen zu lesen. Kontakt zu Betül Licht gibt es über den Verlag HOFFMANN UND CAMPE.