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Preis der Fondation Auschwitz an Hans-Joachim Lang für seine Arbeit "Die Namen der Nummern" |
Die Jury und der Wissenschaftsrat der Brüsseler Fondation Auschwitz haben entschieden, den „Preis der Fondation Auschwitz 2003-2004“ an den Tübinger Autor Hans-Joachim Lang zu verleihen und damit sein Buchmanuskript „Die Namen der Nummern. Wie es gelang, die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren“ auszuzeichnen.
Im August 2004 ist im HOFFMANN UND CAMPE VERLAG das gleichnamige Buch erschienen, in dem der Redakteur des Schwäbischen Tagblatts und Historiker Hans-Joachim Lang seine Spurensuche eindrucksvoll dokumentiert.
Mehr als fünf Jahre recherchierte Lang das Schicksal der im Auftrag der SS-Wissenschaftsorganisation „Ahnenerbe“ ausgewählten und im KZ Natzweiler (Elsass) getöteten Juden. Die Skelette der Opfer sollten im Anatomischen Institut der „Reichsuniversität Straßburg“ ausgestellt werden und in künftigen „judenfreien“ Zeiten Forschungszwecken dienen.
„Mir war der Gedanke unerträglich, dass die Opfer dieser Tat – mit einer Ausnahme – namenlos geblieben waren“, schreibt Hans-Joachim Lang. Nach umfangreichen Recherchen, die ihn in zahlreiche Archive im In- und Ausland führte, hatte er den Ablauf des Verbrechens präzise rekonstruiert und insbesondere auch alle 86 Ermordeten identifiziert und ihre Herkunft ergründet. Wie Lang herausfand, stammten sie aus acht europäischen Ländern, nämlich aus Norwegen, Polen, Griechenland, Österreich, Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland. In vielen Fällen konnte er sogar Angehörige ausfindig machen und sie befragen.
Die Verleihung des mit 2.500,00 Euro dotierten Preises, an der zahlreiche akademische und politsche Persönlichkeiten teilnehmen, wird während einer wissenschaftlichen Tagung am 14. Dezember dieses Jahres in Brüssel stattfinden. Den zweiten Preis, der „Preis der Fondation Auschwitz – Rozenberg 2003-2004“, erhält Philip Verwimp für seine Arbeit „Development and Genocide in Rwanda“.
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29.06.2004
Claudia Fischer
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BÜCHER |
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Die Namen der Nummern
Hans-Joachim Lang
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„Wir wollen diesen Menschen ihre Identität zurückgeben“,sagte ein Organisator der Konferenz „Der ... |
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PERSON |
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Hans-Joachim Lang
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1951 geboren, studierte in Tübingen Germanistik, Kultur- und Politikwissenschaft. ... |
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