Wolfgang Niedecken, der Frontmann Deutschlands bekanntester Rockband BAP, stellt sein großes Vorbild Bob Dylan vor.
Er liest aus Dylans Biographie »Chronicles«, in der Bob Dylan mit den Mythen und Legenden um seine Person und sein Werk aufräumt. Und Niedecken singt live die Songs, die eine ganze Generation geprägt haben.
Eine Hommage an einen der größten Rockmusiker unserer Zeit.
»Bob Dylan war für mich wie ein Urknall. Der Sänger unserer Schülerband, bei der ich Bassist war, kam eines Tages an und hatte den Text von "Like a Rolling Stone" dabei. Von da an war nichts mehr wie bisher. Ohne Bob Dylan wäre mein Leben anders verlaufen. Ich wäre wohl nie Musiker geworden.« (Wolfgang Niedecken)
»Bob Dylan ist für mich wirklich der ›Einstein der Musik‹.« (Wolfgang Niedecken)
Wolfgang Niedecken
Vielleicht hätte Wolfgang Niedecken (geboren 1951 in Köln) ohne Bob Dylan nie den Mut gefunden, Musiker zu werden und eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Rockbands zu gründen.
Der Frontmann und Sänger von BAP ist bis heute aber ebenso anerkannter Künstler und Maler, der erst jüngst durch eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle geehrt wurde.
Auch wenn er neben seinen künstlerischen Produktionen immer wieder politisch Flagge zeigt, sei es durch das »Arsch huh Konzert gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus« (1992) oder durch sein Engagement als Botschafter von »Gemeinsam für Afrika« (2004), will sich Wolfgang Niedecken wie Bob Dylan nicht als geistiger oder politischer Wortführer einbinden lassen. Vielleicht deshalb gehört Dylans "My Back Pages" zu einem seiner Lieblingslieder. Auf seinem Soloalbum Leopardefell (1995) – einer Hommage an sein Vorbild – ist es in der Version Viel passiert zu hören. Und nicht umsonst ist der BAP-Kinofilm von Wim Wenders nach eben diesem Titel benannt.