Lea Singer wird mit dem diesjährigen Hannelore-Greve-Literaturpreis geehrt. Die Hamburger Autorenvereinigung vergibt, erstmalig 2004, alle zwei Jahre den mit 25.000 Euro dotierten Preis.
Die Begründung der Jury: "Mit Lea Singer würdigt die Jury eine Autorin, die sich in ihrer Prosa durch ein ganz ungewöhnliches psychologisches Feingefühl und durch eine reiche Palette sprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten auszeichnet. Ihr wurde der diesjährige Preis für ihr vielgestaltiges belletristisches Gesamtwerk zuerkannt. Lea Singer, die hat unter ihrem bürgerlichen Namen Eva Gesine Baur auch eine Reihe bemerkenswerter Sachbücher und Biographien verfasst. Jedem ihrer leuchtenden, ausdrucksintensiven Romane ist anzumerken, wie sehr die Autorin in der Welt der schönen Künste zu Hause ist. Ob wir an den Theaterroman 'Vier Farben der Treue' (2006) denken, ob an die Geschichte eines weiblichen Faust unserer Tage ('Mandelkern', 2007), ob an die historisch verbürgte Familiensaga aus dem jüdischen Großbürgertum des Wiener Fin de Siècle, 'Konzert für die linke Hand' (2008), mit Paul Wittgenstein (der Bruder des Philosophen Ludwig) als zentralem Protagonisten – Lea Singer versteht es, mit sicherer Hand, geschickt kalkulierter Dramaturgie und in gepflegt nuancenreichem Stil menschliche Figuren vor uns hinzustellen, die wir in ihrer anrührenden und oft auch krisenhaften Differenziertheit nie mehr vergessen werden."
Im Mai 2011 erscheint bei HOFFMANN UND CAMPE Lea Singers neuer Roman "Der Opernheld".