Wolf Biermann, geboren am 15. November 1936 in Hamburg, ist der Sohn eines kommunistischen Werftarbeiters, der 1943 als Jude im KZ Auschwitz ermordet wurde. 1953 übersiedelte Biermann in die DDR. Ab 1965 wird ein totales Auftritts- und Publikationsverbot über ihn verhängt sowie eine Reisesperre nach Ost und West. Als ihm 1976 eine Tournee durch die Bundesrepublik genehmigt wird, ist das erste Konzert in Köln der Vorwand, ihn wegen »Staatsfeindlichkeit« aus der DDR auszubürgern. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Friedrich-Hölderlin-Preis, den Heinrich-Heine-Preis, den Nationalpreis und den Georg-Büchner-Preis. 2007 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin verliehen, 2008 die Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität zu Berlin. Wolf Biermann lebt mit seiner Familie in Hamburg.
Dichtungen (Auswahl): Die Drahtharfe (1965), Mit Marx- und Engelszungen (1968), Deutschland. Ein Wintermärchen (1971), Der preußische Ikarus (1978), Verdrehte Welt, das seh' ich gerne (1982), Affenfels und Barrikade (1986), Paradies uff Erden. Ein Berliner Bilderbogen (1999), Heimat. Neue Gedichte (2007).
Hier finden Sie weitere Publikationen: http://www.zweitausendeins.de/