Verlagsgeschichte: 1781 – 1823

 

1781
Benjamin Gottlob Hoffmann gründet in Hamburg eine eigene Buchhandlung. Nach damaligem Brauch umfasst das Unternehmen Verlag und Sortiment. Seine erste Sortimentsanzeige, veröffentlicht in der Kaiserlich Privilegierten Hamburgischen Neuen Zeitung vom 3. Juli 1781 umfasst acht Titel. Neben Unterhaltungsliteratur wird aufklärerische Bildungs- und Erziehungsliteratur für den bürgerlichen Mittelstand angeboten. Bereits acht Jahre später beschreibt der Schriftsteller Johann Hermann Stöver Hoffmanns Buchhandlung in seinem Reisejournal: „Im kraftvollsten und blühendsten Zustande ist die Hoffmannische Buchhandlung, deren Connexionen und Geschäfte sich in kurzer Zeit zum Erstaunen ausgebreitet haben, und immer mehr erweitern. Sie existiert etwa 8 bis 10 Jahre, und sie läßt erwarten, daß sie nach wenigen Jahren eine der ersten und größten Buchhandlungen Teutschlands seyn werde. Viele unsrer größten Gelehrten machen mit ihr Verbindungen, und man rühmt ihren Proprietär als einen sehr reellen und braven Mann.“

1787
Friedrich Gottlieb Klopstocks Drama Hermann’s Tod erscheint als dritter Band seiner Bardieten für die Schaubühne

1789
Unter dem Titel Neuere Geschichte der See- und Landreisen wird bis 1808 eine 19-bändige Sammlung authentischer zeitgenössischer Reise- und Entdeckungsberichte aus aller Herren Länder veröffentlicht, Herausgeber ist George Keate.

1793
Friedrich Christoph Perthes nimmt seine dreijährige Tätigkeit als Gehilfe auf. 

1800
Die Brüder August und Friedrich Campe eröffnen in Hamburg eine Buchhandlung. Zwei Jahre später zieht sich Friedrich Campe aus dem Unternehmen zurück, um in Nürnberg eine Kunsthandlung und Verlag von Bilderbogen, Stadtansichten, Landkarten und Einzeldrucken zu gründen. August Campe führt Sortimentsgeschäft und Verlag allein weiter. Sowohl Hoffmann als auch Campe verlegen politische und zeitgeschichtliche Werke, Reiseberichte und Biographien, medizinische und ökonomische Schriften, Lehrbücher und fremdsprachige, vor allem französische Literatur. Nur vereinzelt finden sich belletristische Werke.

1810
B. G. Hoffmann übergibt die Geschäftsführung der Sortimentsbuchhandlung an seinen Schwiegersohn August Campe.

1812
Am 31. März wird der Zusammenschluß der beiden Sortimentsbuchhandlungen Campe und Hoffmann offiziell in einem Buchhändlerzirkular verkündet. Der Verlag hatte seinen Sitz bis 1832 im Giebelhaus "Neue Burg 22"

1816
Vereinigung der Verlage unter dem Namen „HOFFMANN UND CAMPE“. August Campe erwirbt die Bohnsche Buchhandlung und damit eine Reihe bedeutender Verlagstitel: Die Sämmtlichen Werke des Wandsbeker Boten, den von Voß und Goeckingk herausgegebenen Musenalmanach sowie Christoph Daniel Ebelings erfolgreiche Erdbeschreibung und Geschichte von Amerika, deren 7. Bd. 1816 unter der neuen Firmenbezeichnung „HOFFMANN UND CAMPE“ erscheint.


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