Verlagsgeschichte: 1868 - 1944

 

1869
Ada Christen: Lieder einer Verlorenen (Gedichte)


1873
Hermann Fürst von Pückler-Muskau: Aus dem Nachlaß des Fürsten Pückler-Muskau. Briefwechsel und Tagebücher, 2 Bde., herausgegeben von Ludmilla Assing.


1875
Horace Waller: Letzte Reise von David Livingstone in Centralafrika von 1865 bis zu seinem Tode 1873.


1909
Julius Campe jun. stirbt im Alter von 64 Jahren. Nach seinem Tod erlebt der Verlag ein Interregnum wechselnder Besitzer.


1911

Max Lande, Herausgeber mehrerer Periodika und Besitzer einer Druckerei in Berlin, kauft den Verlag.


1919
• Deutscher Revolutions-Almanach für das Jahr 1919 über die Ereignisse des Jahres 1918, herausgegeben von Ernst Drahn und Ernst Friedegg.
• Paul Zech: Das Grab der Welt. Die Antikriegsgedichte erscheinen als erster Band der neuen Buchreihe, die in Anlehnung an das Junge Deutschland „Die junge Welt“ genannt wird.


1924
Bimini erscheint ab 1. März des Jahres vierzehntägig. Es ist eine literarische Zeitschrift, herausgegeben von Albert Brinitzer. Prominente Autoren der Zeit gehören zu den Beiträgern: Alfred Kerr, Oskar Loerke, Klabund, Oskar Maria Graf etc.


1930
Der Verlag geht in den Besitz des Verlegers Arnold Fuß über, der drei Jahre später als Jude emigrieren muß. Fuß verlegt den Firmensitz wieder nach Hamburg.


1933
Martinus Christensen, bereits Inhaber des Hamburger Gutenberg-Verlags, kauft den HOFFMANN UND CAMPE Verlag.


1934
Leopold von Ranke: Preußische Geschichte.


1937
Im März wird die Europa-Bibliothek gegründet. Zwei Jahre später folgt die Taschenbuchreihe Geistiges Europa. Beide Schriftenreihen werden von dem Berliner Kunsthistoriker Albert Erich Brinckmann herausgegeben. Die thematische Ausrichtung der beiden Reihen faßt Brinckmann in einer Verlagsanzeige 1942 mit folgenden Worten zusammen: „Deutsche Kultur ist wesentlicher Bestandteil abendländischer Kultur und von größter geistiger Wirksamkeit – Europäische Kulturen entwickeln sich in ständigem Austausch, im ‚Nehmen und Geben‘ – Nationen müssen sich verstehen lernen, ehe sie sich verständigen können.“


1938
Albrecht Erich Brinckmann: Geist der Nationen. Italiener, Franzosen, Deutsche.


1939
Innerhalb der Europa-Bibliothek erscheint Paul Hazards Die Krise des europäischen Geistes. Der Titel wird nach dem Krieg erfolgreich wieder aufgelegt.


1941

Kurt Ganske erwirbt einen 50-prozentigen Anteil am HOFFMANN UND CAMPE Verlag, der bald auf 90 Prozent anwächst.


1942
• Harriet Wegener nimmt ihre Tätigkeit als Lektorin des HOFFMANN UND CAMPE Verlages auf. Sie hat maßgeblichen Anteil an der Führung des Verlages bis zu seinem Verbot 1944 und am Wiederaufbau des Unternehmens nach Kriegsende. Noch in den siebziger Jahren war Harriet Wegener als Lektorin für HOFFMANN UND CAMPE tätig.
• Innerhalb der Reihe Geistiges Europa veröffentlicht der spätere Bundespräsident Theodor Heuss Justus von Liebigs Werk Vom Genius der Forschung


1944
• Als letzter Band der Reihe Geistiges Europa erscheint A. E. Brinckmanns Michelangelo. Vom Ruhme seines Genius in fünf Jahrhunderten.
• Am 26. August erhält HOFFMANN UND CAMPE die Schließungsverfügung vom Präsidenten der Reichschrifttumskammer. Dank ihrer Hartnäckigkeit erwirkten Martinus Christensen und Harriet Wegener mehrfach eine Verlängerung der Abwicklungsfrist, so dass dem Verlag Räume, Telefone, Schreibmaschinen – kurz der ganze Bürobestand bis 1945 erhalten blieben.


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