Mark Terkessidis

Wessen Erinnerung zählt?

Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute

Autor:
Mark Terkessidis
Titel:
Wessen Erinnerung zählt?
ISBN:
978-3-455-00578-3
Verlagsbereich:
HoCa - Sachbuch
Einband:
Pappband mit SU
Produktart:
Buch
Seiten:
224
Erscheinungsdatum:
04.09.2019
Verfügbarkeit:
lieferbar
22,00 (D)
22,70 (A)
29,90 (CH)
Als das Deutsche Reich am 28. Juni 1919 den Vertrag von Versailles unterzeichnete, gingen die überseeischen Kolonien an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs über. Lange vergessen, kehrt die Kolonialperiode in Ländern wie Namibia, Kamerun oder Ruanda in den letzten Jahren in die Erinnerung zurück. Was bedeutet dieses Wiederauftauchen für die Bundesrepublik? Müsste in der »postkolonialen« Sichtweise nicht auch das deutsche Eroberungsstreben in Richtung Osten eine Rolle spielen? Die neue Erinnerungskultur hat gravierende Auswirkungen für das Selbstverständnis eines Landes, dessen Bevölkerung immer diverser wird. Der lange Schatten der deutschen »Kulturmission« findet sich heute etwa im Umgang mit der »Schuldenkrise«, mit Migration und Flucht und im alltäglichen Rassismus. Mark Terkessidis, renommierter Migrations- und Rassismusforscher, macht mit seinem Blick in die Vergangenheit aktuelle Debatten nachvollziehbar und zeigt, an welchen Stellen sie in eine neue Richtung gelenkt werden müssen. Zudem macht er sichtbar, welche Fragen sich ergeben, wenn auch die Erinnerung jener zählt, die eingewandert und damit Teil der Gesellschaft geworden sind.
Autor:
Mark Terkessidis
Titel:
Wessen Erinnerung zählt?
ISBN:
978-3-455-01073-2
Verlagsbereich:
HoCa - Sachbuch
Einband:
Broschur
Produktart:
Taschenbuch
Seiten:
224
Erscheinungsdatum:
05.05.2021
Verfügbarkeit:
erscheint im Mai 2021
14,00 (D)
14,40 (A)
19,50 (CH)
Der lange Schatten des deutschen Kolonialismus Über Deutschlands koloniale Geschichte wird aktuell wieder heftig debattiert. Es geht um Straßennamen aus der Kolonialzeit, Statuen alter Kolonialherren und die Bestände von Museen. Im Mittelpunkt stehen ehemalige Kolonien in Afrika wie Kamerun oder Namibia. Doch auch polnischsprachige Gebiete wurden vom Deutschen Reich besetzt, ebenso wie sich der deutsche Imperialismus auf Südosteuropa und das Osmanische Reich richtete. Wessen Erinnerung zählt? erzählt die ganze Geschichte des deutschen Expansionsstrebens. Nur so können wir heute angemessen über Rassismus, Migration und Erinnerung sprechen. Mit aktuellem Vorwort für die Taschenbuch-Ausgabe
  • »Produktiv wie spannend.«
    Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel, 29.09.2019
  • »Ein erhellendes und gut geschriebenes Buch.

    Ein kluges Buch über Erinnerung und Demokratie.«

    Martina Läubli, NZZ Bücher am Sonntag
  • »Terkessidis zeigt klar wie keiner vor ihm, wie gerade in Deutschland der Rassismus als Grundprinzip des Kolonialismus weiterlebt, viel weniger beachtet und geächtet als in anderen Ländern.«
    Jörg Häntzschel, Süddeutsche Zeitung, 15.10.2019
  • »Insgesamt sticht Terkessidis im vielstimmigen Chor jener, die derzeit über koloniale Vergangenheit reden und schreiben, durch seinen weiten Blick hervor.«
    Andreas Eckert, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 15.11.2019
  • »Gedankenreich und brillant formuliert.«
    Markus Schwering, Kölner Stadt-Anzeiger, 08.11.2019
  • »Meisterhaft.«
    Ingo Hasemann, Kleine Zeitung, 22.12.2019
  • »Dem Berliner Historiker und Journalisten Terkessidis ist hier ein wichtiger Anstoß gelungen, den Begriff des deutschen Kolonialismus aus dem beengten Rahmen des 19. Jahrhunderts zu lösen.«
    Thema. Das Güstrowjournal
  • »Herr Terkessides leuchtet viele Ecken der Geschichte des Rassismus und der Kolonialzeit Deutschlands aus. Dieses Licht ist wichtig, damit die Tatsachen überhaupt zu erkennen sind. [...]  Es ist angenehm zu lesen und äußerst informativ«
    Hochschulradio Aachen
  • »anregende Lektüre«
    Henning Melber, Afrika Süd
  • »Ein so komplexes Thema zu behandeln, verlangt Mut und historische Sachkenntnis.«
    Franz Kröger, Kulturpolitische Mitteilungen, 16.07.2020